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Gut gepflegt. Lang im Einsatz.

Wertvolle Pflegehinweise für dein AUSTRIALPIN Produkt.

Wer kennt sie nicht, die gute alte Ausrüstung. Wie ist sie nur so alt geworden? Nicht nur dank ihrer Qualität, nein, es steckt viel mehr dahinter: Pflege und die richtige Aufbewahrung. Wenn ihr lange etwas von euren Sachen haben wollt, müsst ihr entsprechend damit umgehen. Wir zeigen wie.

KARABINER

  • Stark verschmutzte Karabiner mit klarem Wasser, Tuch und/oder weicher Bürste reinigen.
  • Zum Trocknen niemals einer starken Hitzeeinwirkung aussetzen, an der Luft trocknen.
  • Metall auf Metall braucht immer ein Gleitmittel, sonst „quietscht“ es. Für Karabiner sollte man einen Trockenschmierstoff anstatt des Öls verwenden, da handelsübliches Öl Staub- und Schmutzpartikel anzieht. Den Schmierstoff gibt man am besten in alle Hohlräume, die man beim geöffneten und geschlossenen Karabiner findet. Besonders wichtig: nach Einsatz am Meer oder in Meeresnähe (hohe Salzkonzentration in Luft oder Wasser) sollten die Karabiner unbedingt zeitnah gereinigt werden, da Salz das Metall angreifen kann.
KARABINER

UIAA Veröffentlichung zum Thema Spannungsrisskorrosion

EXPRESS SCHLINGEN

>> Ein Test in einem renommierten Magazin hat ergeben, dass Express Schlingen ca. alle fünf Jahre bei häufigem Gebrauch bzw. alle sieben bis zehn Jahre bei weniger häufigem Gebrauch ausgetauscht werden sollten. In der Regel ist es einer Schlinge anzusehen, ob sie noch verwendet werden kann:

„Sind die Nähte verschlissen oder ist die Schlinge angerissen, muss sie sofort ausgetauscht werden. Vorsicht bei Projektschlingen! Sonnenbestrahlung und Witterung können sie innerlich spröde und damit lebensgefährlich machen, was man ihnen von außen jedoch nicht unbedingt ansieht. Überleg dir und entscheide selbst und eigenverantwortlich, wo, wie und was du clippst", so Peter Manhartsberger, AUSTRIALPIN Produktmanager.

EXPRESS SCHLINGEN

EISGERÄTE

>> Nach jedem Gebrauch sollten die Eisgeräte und insbesondere die Klingen einer genauen Sichtkontrolle unterzogen werden: Findest du auch nur die kleinste zweifelhafte Stelle oder gar einen Riss, muss sie ausgetauscht werden. Jede Klinge wird irgendwann brechen, die Frage ist nur: Wann? Den Zeitpunkt kann man in den meisten Fällen erkennen, bevor es im Eisfall passiert.

>> Beim Wechsel von Klingen und Hauen und nach häufigem Gebrauch müssen die Schrauben wieder fest zugezogen werden, ansonsten schlagen sich die Gewinde aus. Auf die Klinge wirkt dann bei jedem Schlag ein Vielfaches der normalen Kräfte – es entsteht erhöhte Bruchgefahr.

>> Hier ein paar Schleiftipps von unserem Profi-Eiskletterer Benni Purner:

„Eisgeräte sollten grundsätzlich nur von Hand geschliffen werden, niemals maschinell. Ich persönlich verwende eine Mühlsägefeile dazu. Die Haue am besten in einen Schraubstock spannen, so hat man immer die gleichen Winkel. Immer zur Spitze hin feilen. Als abschließender Tipp: Scharf feilen, aber nicht zu scharf – sonst wird die Klinge zu dünn und schnell wieder stumpf.“

EISGERÄTE

STEIGEISEN

>> Das Steigeisen ist ein wichtiges Element zwischen dir und dem Eis. Um das optimale Steigeisen zu finden, nimm unbedingt deinen Bergschuh zum Kauf mit.

>> Steigeisen für Steileis (SKYSTEEP, SKYCLIMB und TYROL P12) müssen regelmäßig nachgeschliffen werden, um guten Halt im steilen, gefrorenen Gelände zu gewährleisten.

>> Auch hier gilt: Nach jedem Gebrauch gründlich auf Risse überprüfen und ggf. austauschen bzw. Schrauben nachziehen. Um Flugrost zu vermeiden, müssen die Steigeisen immer trocken und sauber verpackt werden.

STEIGEISEN

SEILE

Generelle Hinweise

>> Das Seil vor und nach jedem Gebrauch optisch auf Beschädigungen z.B. durch Steigeisen, Eis Geräte, Steinschlag, etc. kontrollieren.
>> Ein dem Seildurchmesser angepasstes Sicherungsgerät verwenden.
>> Seilende verknoten bzw. in Seilsackschlaufe einbinden, um ein Abseilen über das Seilende zu verhindern.
>> „Offene“/aufgeplatzte Seilenden können z.B. mit einem Feuerzeug verödet werden (Kern und Mantel).
>> Zum Eisklettern imprägnierte Seile verwenden. Das Seil nimmt weniger Wasser auf, bleibt dadurch leichter und besser im Handling.

SEILE

Der richtige Umgang mit einem neuen Kletterseil ...

... ist vom ersten Augenblick an entscheidend für seine Lebensdauer.

1. Abrollen: Seile werden im Produktionsprozess auf Trommeln aufgerollt. Nur wenn man diese Aufrollung rückgängig macht, vermeidet man die ewige Krangel Problematik. Wie? Seil von der Verpackung lösen und beide Unterarme in die Seilrolle stecken. Nun langsam abrollen, sodass das äußere Seilende zu Boden gleitet. Achte darauf, dass das innere Seilende nicht abrollt. Danach wie gewohnt das Seil aufnehmen oder in einen Seilsack geben. Dort bleibt das Seil auch länger vor Schmutz und Nässe geschützt!

2. Pflege: Stark verschmutze Seile können  mit einem milden Synthetik-Waschmittel gereinigt werden. Dies verlängert die Lebensdauer des Seiles und es  bleibt länger geschmeidig. Am schonendsten ist die Handwäsche in lauwarmem Wasser. Ein Schonwaschgang (maximal 30°) in der Waschmaschine ist auch in Ordnung. Seifenrückstände in der Maschine sowie Schleudern nach dem Waschgang sind unbedingt zu vermeiden! Zum Trocknen nicht aufhängen, sondern an einem kühlen dunklen Platz locker auf dem Boden auflegen und immer wieder wenden.

3. Lagerung: Lichtgeschützt und trocken, fern von Chemikalien (z.B. Putzmittel), Batterien (keinesfalls im Kofferraum lagern) etc.!

4. Lebensdauer: Eine exakte Lebensdauer kann man für ein Seil nicht angeben, da diese stark vom Kletterverhalten abhängt. Auch kaum benutzte Seile sollten spätestens nach 10 Jahren ab Herstellung ausgetauscht werden, da sich die Kunststofffasern mit der Zeit verändern. Bei normaler Benutzung und guter Lagerung kann ein Seil durchaus drei bis sechs Jahre gute Dienste leisten. Wer sehr viel klettert und häufig stürzt, wird sein Seil nach einem Jahr austauschen. Indizien, die für einen unbedingten Austausch sprechen, sind optische Auffälligkeiten: Ein offener Mantel, Mantel Verschiebungen, Verbrennungen, Beulen Bildung oder starke Verschmutzung. Auf jeden Fall ausgetauscht werden muss das Seil auch, nachdem es in Kontakt mit aggressiven Chemikalien gekommen ist oder einen harten Sturz mit hohem Sturz Faktor auffangen musste.

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