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Über einen Sommer voll mit Klettern

& eine nicht alltägliche Wunschliste.

Benni Hangl Senior genießt seit geraumer Zeit seine wohlverdiente Pension und tickt seither eine Route nach der anderen auf seiner nicht alltäglichen Wunschliste.

Über einen Sommer voll mit Klettern

von Benni Hangl Senior

"Ich konnte im heurigen Sommer gemeinsam mit meinen Freunden viele Routen realisieren, die schon länger auf meiner Wunschliste standen. Wer in dieser Wunschliste nur klingende und allseits bekannte Routennamen vermutet, sucht vergeblich. Es sind dies aber allesamt Kletterlinien, die ich unbedingt klettern wollte, weil sie mir als genial erschienen sind und somit mein Kletterherz höherschlagen ließen, sei es die Teufelswand bei Andermatt, die Routen an der Muro de Pisciadu, Longlines im Koasa (Anm. Wilder Kaiser), die kühle Repswand im Hinterautal und viele andere.

Auch eine Neutour entstand in diesem Sommer. Im Pinnistal, einem Seitental des Stubaitals, fand sich ein kühles Platzerl. Und so folgten mehrere Tage Knochenarbeit an ausgezeichnetem Fels, welcher in diesem Gebiet nicht selbstverständlich ist.  Der passende Name für diese genialen sechs Seillängen mitsamt meiner Rotpunktdurchsteigung stehen zwar noch aus, die Vorfreude auf diese Begehung ist dafür umso größer.

Trotz all dieser Euphorie und Umsicht fürs Alpinklettern musste sich mein Schutzengel heuer einige Male richtig bemühen. Von einem besonderen Erlebnis möchte ich kurz erzählen. Am Zustieg zur Grand Capucin Direktroute brach eine sicher geglaubte Eisbrücke eine gute halbe Stunde nach unserer Überquerung einfach in sich zusammen. Sie hätte uns beide verschluckt, mit oder ohne Seil. 
Bei der Begutachtung erschien uns die auf zwei großen Pfeilern stehende Eisbrücke als absolut massiv. Im Nachhinein betrachtet hatten wir verdammt viel Glück.

Die geniale Route im Anschluss entschädigte uns für diesen Schrecken, wenn gleich wir in den
steilen Rissen all unser Können als "Ostalpenrissspezialisten“ aufbringen mussten.

Auch in den vielen anderen Routen, die ich im heurigen Sommer klettern konnte, ging es da und dort recht abenteuerlich zu. Ich bin sehr dankbar, dass ich so viel erleben durfte und mein Schutzengel bis jetzt immer zur Stelle war, auch wenn er vermutlich einige Federn lassen musste.

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